Offener Brief an die Gemeinde“Vertreter“ – 3 Jahre Ungewissheit – Kein Grund zum Feiern!

Die großen Parteien haben den Beckersbergring (dessen Bewohner) sträflich im Stich gelassen; hatte man von der FDP nichts anderes erwarten („suchen Sie sich was Neues“ war die plumpe Empfehlung) erstaunt doch das Einknicken von CDU, BfB und im Besonderen der SPD!

Hier noch einmal zum Mitschreiben, was auf dem Wohnungsmarkt dieser Tage so gang und gäbe ist:

Ein Investor möchte den Bestand erneuern oder modernisieren, erweitern – kurz: Geld verdienen. Wenn da nicht die Altmieter wären! Die haben – wie ärgerlich –  Rechte. Schutzmaßnahmen, die der Gesetzgeber aus guten Grund formuliert hat. Was also tun?

Der findige Investor entmietet.

Da wird in Berlin schon mal das Warmwasser abgedreht, beliebt ist auch die Badsanierung zu beginnen, und Großanlagen einen mobilen Waschraum im Garten zu präsentieren – also einfach ausgedrückt: Das Leben der Bewohner schön ungemütlich zu machen.

In Henstedt-Ulzburg braucht ein Investor keine Energie in solche Maßnahmen stecken: Hier wird die Gemeinde tätig!

  • Leerstand wird durch die Gemeinde angemietet, natürlich zu „marktüblichen Konditionen“. Die soziale Struktur wird mutwillig und ohne Augenmaß zerschossen.
  • Gemeindeflächen werden großzügig für die Planung abgegeben.
  • Ungeklärte Besitzverhältnisse ? Auch kein Problem, die Eigentümer im BBR werden schon mürbe und weichen.
  • Ungeklärte Zukunft der Anwohner (Eigentümer) und Mieter – ebenfalls kein Problem. Noch nicht einmal Umzugspläne gibt es zurzeit für die Altbewohner; und nur Zeitmietverträge für Umzugswillige. Dafür aber rechtswidrige Renovierungsverpflichtungen für die zum Abriß geweihten Häuser…
  • Aber, und dafür großen Dank: Ein weiterer Kindergarten soll auch den letzten Altbewohner vergraulen.

In „harten“ Verhandlungen werden aus katastrophalen 5% Sozialbindung sagenhafte 13% – ein Grund zum Feiern? Sicher nicht, denn im Norderstedt praktiziert man Anderes (30% Mindestquote!), so geht Wohnungsbau meine Damen und Herren Gemeindevertreter.

Wem diese Zusammenhänge nicht einleuchten, wer so sträflich die eigene Klientel, die eigenen Wähler hinters Licht führt – der sollte grundsätzlich über seine Eignung für sein Amt nachdenken.

  • Was haben Sie für die Beckersberger bewirkt?
  • Wie lange soll noch die Ungewissheit Mieter und Eigentümer
    physisch und psychisch schwächen?
  • Wann respektieren Sie die Rechte der Altmieter?

RÜCKTRITT ist immer eine Alternative.

 

Ein Gedanke zu „Offener Brief an die Gemeinde“Vertreter“ – 3 Jahre Ungewissheit – Kein Grund zum Feiern!

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