Pressearbeit – gar nicht so schwer (zu verstehen)

Gleich zwei Pressemitteilungen flatterten uns ins Haus, die Soka erklärte sich, der Bürgermeister zog ein Rückzugsgefecht vor:

Die Soka nannte gleich 4 Gründe für den Rückzug der umfangreichen Planungen:

  • aufwändige Gestaltung (des CDU Wohnzimmers:))
  • Übernahme sämtlicher Erschliessungskosten
  • Anteil an Sozialwohnungen
  • hohe Stellplatzschlüssel

Soweit, so klar – und Gegenstand der Verhandlungen, die ja gern von den Beteiligten in Abrede gestellt worden. Es würde mich nicht wundern, wenn im Juni die Soka zum Schluß käme, dass aufgrund der schwachen Nachfrage (oder der hohen Gewinnerwartung) der Gemeinde erneut die Pistole auf die Brust gesetzt wird.

Was aber macht der Bürgermeister daraus – oder hat er das Schreiben mißverstanden?

Er spricht von „Bedarfe der Älteren, wie auch gering verdienenden Menschen“… Hallo? warum nicht mal an die Altmieter denken?

Und dann wird’s richtig kryptisch – Chancen angeblich vertan für

  • Geförderten Wohnungsbau? Mit einer Kindertagesstätte wollte sich die Soka der 30% Sozialquote entledigen; die dargebotene Quote hätte noch nicht einmal für die tapfer verbliebenen Altmieter gereicht. Damit ist bewiesen: Es ging und geht um Verdrängung/Entmietung der Altmieter.
  • Kleine Wohneinheiten? Sozialismus pur, oder wer bestimmt, in welcher Größe wir leben wollen? Aber nur so rechnete sich die „Mietgarantie“ mehr zahlen für kleinerer Fläche = gleiche Belastung.
  • Kindertagesstätte. Wer betreibt sie? wer leitet den zusätzlichen Verkehr ab? Und wie kann man Kinderbetreuung gegen sozialen Wohnungsbau substituieren?
  • Parkraumproblem. Es gibt eine (Stellplatz)Satzung, der zu folgen ist. Und das mittels einer Tiefgarage Probleme behoben werden – wer geht denn bitteschön vom BBR zum CCU?

Nein, ein Investor braucht vor allem Eines: Eine gesicherte Planungsgrundlage – die mit allen Betroffenen und Entscheidungsträgern zu erarbeiten gewesen wäre.

Die Geheimdiplomatie hat offensichtlich nicht gezündet. Eine schallende Ohrfeige für Politik und Verwaltung.

Nicht jammern – daraus lernen!

2 Gedanken zu „Pressearbeit – gar nicht so schwer (zu verstehen)

  1. Mich kotzt es ehrlich gesagt an, in welch einem Ton hier gegen die Gemeinde und Verwaltung geschossen wird. Ob nun der Bürgermeister oder die anderen Parteien, alle waren bemüht. Aber offenbar ist es heute IN, Fake News gegen Parteien wie CDU oder SPD zu verbreiten. Stimmung machen um jeden Preis gegen alles und jeden „Sozialismus“ pur, ist wirklich ein dummer Spruch. Nebenbei es waren zukünftige Ortspolitiker der Grünen, die sich für den Verbleib stark gemacht haben, kein Wort des Dankes? Auch wenn ich nicht den Grünen angehöre, doch in eurem Fall wäre ein Dank angebracht. So oder so, alle Politiker, egal welcher demokratischen Parteien haben ihr Bestes gegeben, auch wenn das immer gerne übersehen wird! Aber wie gesagt, es ist ja heutzutage im Zeitalter von Populismus ganz großes Kino auf gewisse Parteien und ihre Vertreter einzuschlagen. Auch hier bitte ich mal darüber nachzudenken. Übrigens, die sogenannten Altmieter? Wer genau ist denn das?? Es leben dort auch Geflüchtete, auch für die sollte dann wohl etwas gemacht werden. Ich finde es sehr bedenklich und egoistisch, wenn man meint Altmieter müsse man über sozialschwache Menschen stellen. MfG

    1. Nein, lieber Richard, – nur ganz ganz Wenige haben Ihr Bestes gegeben! Und der Dank an die, die es verdient haben ist bereits mehrfach öffentlich versandt/adressiert.

      Fakenews ist auch so ein schöner Begriff – wo sehen Sie in meinem Ausführungen „fake“ – da sind wir mal gespannt; denn dumm ist nur, wer Dummes tut (Mama von Forrest Gump)…

      Fakt ist:
      Vier Jahre hat man die Altmieter im Ungewissen gelassen. Es gibt bis heute keine belastbaren Zusagen der Soka für Altmieter, die Sozialquote hätte für die verbliebenen Altmieter nicht gereicht und die Gemeinde hat es bis heute nicht geschafft, katastrohale Mißstände in der Belegung zu korrigieren. Die Altmieter, wie auch die Gebäude, sind sträflich vernachlässigt worden. Die von Vielen versprochene Hilfe aus Politik und Gemeinde blieb aus.

      Sprechen Sie mit Altmietern, sehen Sie sich SoKa-Schenefeld an und Sie werden erkennen, wessen Geistes Kind hier sein Unwesen treibt.

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